Umbau des ABC-ErkKw im Jahr 2006

Der ABC-Erkundungskraftwagen auf dem Hof des Gerätehauses

Nach drei Jahren Arbeit der Messgruppe in der Freiwilligen Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte ist es im vergangen Jahr zu einigen Änderungen und Anpassungen gekommen. Unter anderem wechselte die Führung der Einheit: Kamerad Steffen Grafe übernahm das Amt von seinem Vorgänger Marco Reppien, die wehrinterne Aus- und Fortbildung im Bereich Gefahrenabwehr und Umweltschutz wurde novelliert und das Einsatzkonzept des Erkundungskraftwagens konnte neu definiert werden.

Im Zuge dieser Neustrukturierung wurde im September 2006 auch der ABC-Erkundungskraftwagen umgebaut. Die Messgruppe erstellte dazu selbst ein Konzept und schöpfte dabei auch aus den Erfahrungen anderer Messgruppen im Bundesgebiet.

Zur Absicherung im Verkehr und zur Warnung an der Einsatzstelle wurden große Magnetschilder mit der Aufschrift „Achtung Messfahrt“ für die Vorder- und Rückseite des Fahrzeugs beschafft und es wurde eine dritte Rundumkennleuchte am Fahrzeugheck aufgebaut [Foto].

Auch das Strommanagement im Fahrzeug wurde verändert. Durch Umbauten genügt nun die Ladung des Fahrzeugs über die 220V Stechdose am Fahrzeugaufbau. Der zusätzliche Ladeerhalt über 12 V am Fahrersitz wurde still gelegt und für die Ladung des Bleigel-akkus wurde ein fest installiertes Ladegerät unter dem Fahrersitz eingebaut, das über die normale Ladeerhaltungssteckdose außen am Fahrzeug gespeist wird.

Für die Sicherheit im Fahrzeug wurde zunächst eine Trennwand zwischen dem Bereich des Messcontainers und dem Bereich der Gerätefächer eingebaut [Foto], wodurch zwei separate Räume, der Messraum (MR) und der Geräteraum (GR), entstanden. Die Trennwand schütz nun Fahrzeuginsassen im MR vor eventuell herumfliegenden Gerätschaften aus dem GR im Falle eines Unfalls bzw. einer starken Bremsung. Außerdem bietet sie vielfältige Halterungsmöglichkeiten für Karten- und Informationsmaterial.

Für den Einbau der Trennwand mussten die Gerätefächer ein wenig nach hinten verschoben werden. Die direkt hinter der Hecktür angebrachten Atemschutzgeräte wurden, ebenfalls aus Sicherheitsgründen, liegend in den Gerätefächern gelagert [Foto], welche speziell zu diesem Zeck modifiziert wurden. Der Sprühbehälter (momentan wegen eines Vorfalls in einer anderen Einheit seitens des Bundesamtes außer Dienst gestellt) kam vom MR in den GR und wurde hier an Stelle der PA-Geräte mittels einer extra angefertigten Halterung angebracht.

Die ABC-Warntafeln und ihre Halterungsstangen (Zusatzbeladung) wurden nun einheitlich auf der linken Seite im GR befestigt und in den Gerätefächern wurden zusätzliche Multifunktionsboxen zur Aufbewahrung von Geräten, Proben, Abfall oder ähnlichem verlastet [Foto]. Für eine bessere Beleuchtung im Fahrzeug wurden zusätzliche Deckenlampen eingebaut und für den Einsatz außerhalb des Fahrzeuges zwei Handscheinwerfer samt Halterung im MR angebracht.

Die Kommunikation zwischen Fahrerkabine und MR wird durch eine fahrzeuginterne Sprechanlage erleichtert, die nur in einigen der vom Bund ausgelieferten ABC-Erkundungskraftwagen vorhanden ist. Auch die Kommunikation zwischen der Einsatzleitung und dem Fahrzeug konnte durch die Integration eines 4-m Funk-Hörers in den MR erheblich verbessert werden. Die zwei vorhandenen 2-m Handsprechfunkgeräte sollen in Zukunft noch durch ein drittes ergänzt werden, dessen Notwendigkeit sich bei verschiedenen Übungen und Einsatzsenarios gezeigt hatte .

Auch eine Beklebung des Fahrzeuges zur besseren Absicherung und Kenntlichmachung soll noch im kommenden Jahr folgen.

Alles in allem ist der Erkundungskraftwagen nun wesentlich sicherer als zuvor. Vor allem im Anbetracht der knappen finanziellen Mittel konnten zwar bei diesem Konzept nur die nötigsten Probleme behoben werden, trotzdem sind die Mitglieder der Messgruppe zufrieden mit den Umbaumaßnahmen und recht gut gewappnet für zukünftige Aufgaben im Bereich der Gefahrenerkundung.

Ein Blick in den neuen Messraum
Der ABC-ErkKw in der Heckansicht mit Warntafel und dem neuen Heckblaulicht.
Die beiden zusätzlichen Handscheinwerfer neben der Tür im Messraum.
Blick auf den Messcontainer des ABC-ErkKw.
Die neue Trennwand zwischen Mess- und Geräteraum zum Schutz der Insassen.
Der "neue" Geräteraum nach dem Umbau.
Die Gerätefächer auf der rechten Seite und die Dekon-Spritze.
Die Gerätefächer auf der linken Seite. Die neuerdings auf der rechten Seite im Gerätefach untergebrachten Atemschutzgeräte.
Die neuerdings auf der rechten Seite im Gerätefach untergebrachten Atemschutzreserveflaschen.

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