Bereitschaft während Großübung im Warnowtunnel

Während einer großangelegten Tunnelübung im Rostocker Warnowtunnel (siehe Zeitungsbericht) wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Warnemünde, Markgrafenheide, Hinrichshagen und Rostock Stadt-Mitte am Abend des 30. November 2007 zum Stadtschutz bzw. zur Besetzung der verwaisten Berufsfeuerwehrwachen eingesetzt. Für die gesamte Übungsdauer sollten sie den Brandschutz in der Stadt sicherstellen, da die Kräfte der Berufsfeuerwehr und die zwei weiteren Freiwilligen Feuerwehren aus Groß-Klein und Gehlsdorf bei der Übung über Stunden eingebunden waren.

Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte besetzten ab 21 Uhr die Feuerwache I in der Südstadt. Mit der Besetzung von HLF, DLK, TLF, RW, ABC-Erkunder und Tierrettungswagen unterstützten bzw. ersetzten die Freiwilligen Kameraden die Kollegen der Berufsfeuerwehr.

Der erste Einsatz kam in dieser Schicht noch vor dem eigentlichen Übungsbeginn. Wenige Minuten, bevor das Szenario im Warnowtunnel starten sollte, kam es um halb elf im Seelotsenring in Groß-Klein zu einem größeren Wohnungsbrand. Die Leitstelle Rostock alarmierte die Bereitschaft der FF Warnemünde, das HLF der Feuerwache I und die eigentlich für die Großübung eingeplanten Kräfte der FF Groß-Klein.
Bereits auf der Anfahrt waren die aus der Parterrewohnung schlagenden Flammen zu sehen. Eine Person konnte sich noch im letzten Moment mit einem Sprung vom Balkon retten. Die Freiwilligen aus Groß-Klein übernahmen den Erstangriff von Innen und Außen. Die kurze Zeit später eintreffende Verstärkung rettete weitere Personen aus anderen Wohnungen und suchte das Gebäude ab.
Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, mehrere Verletzte Personen wurden in die Rostocker Klinken gebracht. Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten noch einige Zeit an. Hinzu kam ein Problem mit einem Heinzköper, der auf Grund des Brandes geborsten war. Aus ihm lief nun das Wasser der Heizungsanlage und verursachte einen noch größeren Wasserschaden. Mit Sandsäcken konnten die Feuerwehrkräfte umliegende Wohnungen schützen. Erst nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.

Während dieses Einsatzes wurde das TLF der FF Stadt-Mitte um 23:24 Uhr zu einer Tragehilfe in die Rostocker Strahlenklinik gerufen. Eine übergewichtige Frau war aus ihrem Bett gefallen und benötigte nun die Hilfe der Feuerwehr, da das Klinkpersonal allein nicht in der Lage war, die Patientin wieder in ihr Bett zu hieven.

Nach diesen Einsätzen waren die Kräfte gerade erst an den Standort in der Südstadt zurückgekehrt als um 0:52 Uhr auch schon der nächste Alarmgong ertönte. Diesmal ging es für das HLF und das TLF zu einem PKW Brand im Rostocker Hansaviertel. Das Fahrzeug stand bei Ankunft der Feuerwehr bereits in Vollbrand. Mit zwei Rohren und zwei Trupps wurde das Feuer zügig gelöscht. Am Auto entstand Totalschaden.

Einen für die Freiwillige Feuerwehr eher seltenen Einsatz bekam ein Kamerad der FF Stadt-Mitte, der zusammen mit einem Kollegen der Berufsfeuerwehr den Tierrettungswagen besetzte. Er wurde zu einem Tierrettungseinsatz gerufen, bei dem als Amtshilfe für die Polizei ein Hund und eine Katze aus einer Wohnung befreit werden mussten.

Die weitere Bereitschaftszeit verlief danach ruhig. Gegen 2:30 Uhr wurde die Großübung beendet. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte übergaben die Feuerwache I wieder an die Kräfte der Berufsfeuerwehr und konnten gegen drei Uhr zum eigenen Standort in die Fahnenstrasse zurückkehren.

Eingesetze Kräfte:
Feuerwache 1 (FF Stadt-Mitte): HLF 16, DLK 23-12, TLF 16/25, RW 1, ABC-ErkKw, MTF, TRW
Feuerwache 3 (FF Hinrichshagen & Markgrafenheide): 2 TLF 16/25, GW-TS
FF Warnemünde: TLF16/25, LF 16-TS; MTF
Wohnungsbrand Seelotsenring
Artikel beim Onlinemagazin MV-Regio
PKW-Brand Hans-Sachs-Allee
PKW-Brand Hans-Sachs-Allee
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