Insgesamt haben nicht nur die Alarmierungen mit 160 stark zugenommen, sondern auch die Arbeitsintensivität der Einsätze. Stand man in den vergangenen Jahren noch oft als Reserve für die Berufsfeuerwehr (BF) bereit, so mussten die Kameraden aus Stadt-Mitte in diesem Jahr immer häufiger selbst eingreifen und die Kollegen der Berufsfeuerwehr tatkräftig unterstützen. Auch trugen die Veränderung der Dienstzeiten der FF Stadt-Mitte zu der erhöhung der Einsatzzahlen bei.



Im September kam es dann neben verschiedenen Wohnungsbränden auch zu mehreren nicht alltäglichen Einsätzen, wie dem Brand in einem Senioren Wohnheim oder den Wasserrettungseinsätzen der Wassergefahrengruppe. Ein Freitagnachmittag brachte der Wehr sogar drei Einsätze in Folge und es gab im September erneut einen Einsatz für die ABC-Messgruppe aus Stadt-Mitte. Den größten Einsatz des Monats hatte die FF Stadt-Mitte aber am 13. September als es auf dem Kreuzfahrtschiff MS Arielle in Warnemünde brannte.
Auch der Oktober hatte einige schwierige Einsätze, wie die zwei Wohnungsbrände [1, 2] mit Menschenrettung in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Dabei konnten insgesamt 4 Personen durch die Feuerwehr gerettet werden.
Im November waren verschiedene Brandereignisse, wie der Brand auf dem ehemaligen Anker-Gelände und zwei Einsätze der ABC-Messgruppe besonders. Zum Ende des Monats musste dann erneut der Löschzug der BF mit Kräften aus Stadt-Mitte besetzt werden, da diese bei einer Großübung im Warnowtunnel gebunden waren. Während dieser Bereitschaft hatten die Kräfte dann einige Einsätze im gesamten Stadtgebiet.
Und schließlich war auch der letzte Monat des Jahres sehr arbeitsreich. Während der Vorweihnachtszeit und der Feiertag waren verschiedene Einsätze auf Grund von Rauchentwicklungen und Wohnungsbränden abzuarbeiten. Das Jahr endete schließlich mit einigen Bränden in der Silvesternacht.
Insgesamt war das Jahr 2007 ein gutes Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte. Die verschiedenen Einsätze forderten die Kräfte teilweise bis an die Leistungsgrenze, trotzdem kam glücklicherweise kein Mitglied ernsthaft zu Schaden. Die Kameraden aus Stadt-Mitte konnten durch guten Ausbildungsstand und häufige Übungseinheiten die gestellten Einsatzaufgaben stets erfolgreich bearbeiten. Trotzdem hat sich die Anzahl und Qualität der Ereignisse bedenklich verändert. Und so werden auch in 2008 große Herausforderungen auf die Wehr zukommen.
Der ehemalige 12 Stunden Dienstplan, welcher nur eine Einsatzbereitschaft der Wehr von 17 bis 5 Uhr an Werktagen vorsah, wurde nun auf einen durchgängigen 24 Stunden Dienst umgestellt. Auch die Einführung der neuen Sonderalarmschleife für den ABC-Erkundungskraftwagen brachte einige Alarme mehr im Jahr. Auffällig war weiter die große Anzahl von Bereitschaftsdiensten, die zum Teil zusammen mit der Berufsfeuerwehr in den Feuerwachen, zum Teil aber auch am eigenen Standort abgeleistet wurden.