Das Einsatzjahr 2007

Insgesamt haben nicht nur die Alarmierungen mit 160 stark zugenommen, sondern auch die Arbeitsintensivität der Einsätze. Stand man in den vergangenen Jahren noch oft als Reserve für die Berufsfeuerwehr (BF) bereit, so mussten die Kameraden aus Stadt-Mitte in diesem Jahr immer häufiger selbst eingreifen und die Kollegen der Berufsfeuerwehr tatkräftig unterstützen. Auch trugen die Veränderung der Dienstzeiten der FF Stadt-Mitte zu der erhöhung der Einsatzzahlen bei.

Einsatzzahlen 2007 nach Monaten
2007 war für die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte das arbeitsreichste Jahr seit 2003. Ein Grund dafür ist sicherlich die Einsatzlage während des G8 Gipfels im Juni. Hier leistete die FF Stadt-Mitte unter großer Kraftanstrengung mehrere Wochen lang ihren Dienst.
Weiter war der Monat von den Vorbereitungen für den G8-Gipfel und Praktika einiger Kameraden im Löschzug der Berufsfeuerwehr geprägt. Am Ende des Monats begann dann die 14-tägige Bereitschaftszeit, in der die Kameraden der FF Stadt-Mitte in verschiedenen Wachschichten die ständige Bereitschaft herstellten. Noch im Mai kam es dann auch zu den ersten G8-Einsätzen.
Im Juni erlebte die Wehr dann die meisten Einsätze innerhalb eines Monates seit Jahren. Während der G8-Bereitschaft waren unzählige Kleinbrände und Sondereinsätze für die Wassergefahrengruppe und die Messgruppe abzuarbeiten. Zusammen mit über 2000 weiteren Kräften stellte man so die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr zum G8 sicher.
Einsätze nach Arten gegliedert
Einsatzorte nach Stadtteilen

Im September kam es dann neben verschiedenen Wohnungsbränden auch zu mehreren nicht alltäglichen Einsätzen, wie dem Brand in einem Senioren Wohnheim oder den Wasserrettungseinsätzen der Wassergefahrengruppe. Ein Freitagnachmittag brachte der Wehr sogar drei Einsätze in Folge und es gab im September erneut einen Einsatz für die ABC-Messgruppe aus Stadt-Mitte. Den größten Einsatz des Monats hatte die FF Stadt-Mitte aber am 13. September als es auf dem Kreuzfahrtschiff MS Arielle in Warnemünde brannte.
Auch der Oktober hatte einige schwierige Einsätze, wie die zwei Wohnungsbrände [1, 2] mit Menschenrettung in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Dabei konnten insgesamt 4 Personen durch die Feuerwehr gerettet werden.
Im November waren verschiedene Brandereignisse, wie der Brand auf dem ehemaligen Anker-Gelände und zwei Einsätze der ABC-Messgruppe besonders. Zum Ende des Monats musste dann erneut der Löschzug der BF mit Kräften aus Stadt-Mitte besetzt werden, da diese bei einer Großübung im Warnowtunnel gebunden waren. Während dieser Bereitschaft hatten die Kräfte dann einige Einsätze im gesamten Stadtgebiet.
Und schließlich war auch der letzte Monat des Jahres sehr arbeitsreich. Während der Vorweihnachtszeit und der Feiertag waren verschiedene Einsätze auf Grund von Rauchentwicklungen und Wohnungsbränden abzuarbeiten. Das Jahr endete schließlich mit einigen Bränden in der Silvesternacht.

Insgesamt war das Jahr 2007 ein gutes Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte. Die verschiedenen Einsätze forderten die Kräfte teilweise bis an die Leistungsgrenze, trotzdem kam glücklicherweise kein Mitglied ernsthaft zu Schaden. Die Kameraden aus Stadt-Mitte konnten durch guten Ausbildungsstand und häufige Übungseinheiten die gestellten Einsatzaufgaben stets erfolgreich bearbeiten. Trotzdem hat sich die Anzahl und Qualität der Ereignisse bedenklich verändert. Und so werden auch in 2008 große Herausforderungen auf die Wehr zukommen.

Der Januar war natürlich geprägt vom Sturm Kyrill. Er forderte den ersten Bereitschaftsdienst des Jahres und brachte mehrere Einsätze. Durch die Sturmeinsätze hatte bereits der erste Monat im Jahr eine überdurchschnittliche Alarmierungsanzahl.
Im Februar gab es zwar ebenfalls mehr Einsätze als im Vorjahr, die Gesamtzahl für diesen Monat blieb jedoch wie gewohnt niedrig. Einen spannenden Einsatz erlebten die Kameraden der FF Stadt-Mitte am 5. Februar als es im Rohbau eines Mehrfamilienhauses brannte.
Auch der März blieb sehr ruhig. Ende März gab es dann die ersten Einsätze für den ABC-Erkundungskraftwagen im Rahmen des Rostocker Gefahrengutzuges.
Ab April stieg die Anzahl der Alarmierung dann stetig. Verschiedene Brandereignisse, unter anderem in der alten Molkerei und im Hochhaus in der Langen Straße, forderten hier den Einsatz der FF.
Der Mai begann mit mehreren Bränden im Osten der Stadt, bei denen die Feuerwehrleute aus Stadt-Mitte zum einen die BF unterstützen sollte, zum anderen aber auch eigenständig löschen musste.
Großbrand in einer ehem. Teppichfabrik am 10.06.2007
Ölspurbeseitigung - 2007 zählte sie mehrfach zu den Einsatzaufgaben der FF Stadt-Mitte
Sturmschadenbeseitigung im Januar 2007
Einsatz bei einem Flächenbrand am 04.05.2007
Ausschreitungen in der Rostocker Innenstadt während des G8-Gipfels
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Der ehemalige 12 Stunden Dienstplan, welcher nur eine Einsatzbereitschaft der Wehr von 17 bis 5 Uhr an Werktagen vorsah, wurde nun auf einen durchgängigen 24 Stunden Dienst umgestellt. Auch die Einführung der neuen Sonderalarmschleife für den ABC-Erkundungskraftwagen brachte einige Alarme mehr im Jahr. Auffällig war weiter die große Anzahl von Bereitschaftsdiensten, die zum Teil zusammen mit der Berufsfeuerwehr in den Feuerwachen, zum Teil aber auch am eigenen Standort abgeleistet wurden.

Und auch nach dem G8-Gipfel ging es heiß her. Schon am Tag nach dem Ende des Bereitschaftsdienstes gab es einen Großbrand in einer ehemaligen Teppichfabrik im Osten der Stadt. Auch ein schwerer Brand an den Hafenterrassen, mehrere Einsätze für den ABC-Erkundungskraftwagen und der neue 24h-Bereitschaftsdienst gegen Ende des Monats hielten die Kameraden in Atem.
Nach dem turbulenten Juni blieb der Juli sehr ruhig. Allerdings begann von nun an auch die Tagesalarmierung an Werktagen, sodass nun auch unter der Woche die Tageseinsatzbereitschaft der Wehr gewährleistet werden musste.
Der August war dann geprägt von Messeinsätzen, Wohnungsbränden und eines erneuten Bereitschaftsdienstes zur Hanse Sail. Die Einsatzzahlen stiegen nun erneut und auch die Tagesalarmierungen nahmen weiter zu.