Am 02. April 2009 lief gegen 13:30 Uhr die Brandmeldeanlage der Hochschule für Musik und Theater in der östliche Altstadt bei der Leitstelle in Rostock ein. Fast zeitgleich gab es über Notruf die Meldung, dass es im Dachbereich im Bereich der Klimaanlage brenne und ein Angestellter vermisst wird.
Daraufhin alarmierte die Leitstelle den Löschzug der Feuerwache I, das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwache III sowie die Freiwillige Feuerwehr Stadt-Mitte, die nur wenige Minuten nach der Berufsfeuerwehr mit ihrem Tanklöschfahrzeug ausrückte.
Als die Feuerwehrkräfte am Einsatzort eintrafen, waren die Studenten und Lehrkräfte bereits evakuiert worden und die Feuerwehr konnte ummittelbar mit der Vermisstensuche und Brandbekämpfung im Dachbereich beginnen.
Dazu wurde zunächst die Drehleiter auf der Gebäuderückseite in Stellung gebracht, da der betroffene Klimatechnikraum nur über das Dach zugänglich ist. Über die Drehleiter gingen dann der Angriffstrupp des Löschfahrzeugs der Feuerwache I sowie der Angriffstrupp der FF Stadt-Mitte zur Menschenrettung unter Atemschutz vor.
Währenddessen baute die restliche Besatzung des Tanklöschfahrzeuges der FF Stadt-Mitte die Wasserversorgung zur Drehleiter auf. Dies gestaltete sich schwierig, da der nächstliegende Hydrant durch einen Falschparker zugestellt war, so dass eine längere Schlauchleitung verlegt werden musste.
Unterdessen konnte der vermisste Haustechniker durch den Trupp der Berufsfeuerwehr gerettet und mit Hilfe des Rettungsdienstes und der Drehleiter sicher aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Der zweite Trupp suchte anschließend den verrauchten Bereich weiter ab, was sich aufgrund der Enge in den Wartungsgängen der Klimaanlage recht schwierig erwies. Zum Glück wurde aber keine weitere Personen gefunden. Das Feuer konnte anschließend mittels eines C-Rohres schnell gelöscht werden.
Sachschaden entstand nicht und auch der gerettete Techniker, ein sogenannter Dummy, blieb unverletzt: Es handelte sich lediglich um eine Übung, welche in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um den Leistungsstand der Feuerwehr zu testen und an strategischen Gebäuden den Ernstfall zu proben. Und so konnten die Einsatzkräfte nach etwa einer Stunde erfolgreich wieder in ihre Wachen zurückkehren.