Großeinsatz bei Brand in Rostocker Innenstadt

Ein Brand in einem Wohnhaus in der Rostocker Innenstadt machte in den Mittagsstunden des 14. Mai 2009 einen Großeinsatz der Feuerwehr notwendig. Gegen 11:19 Uhr wurden zunächst der Löschzug Feuerwache I, das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der Feuerwache III und die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte zu einer Rauchentwicklung in die Schröderstraße alarmiert.

Der zuerst eintreffende Einsatzleitdienst ließ nach einer ersten Lageerkundung aufgrund der starken Rauchentwicklung im Dachbereich und der engen Bebauung sofort auf die zweite Alarmstufe erhöhen. Somit kamen nun zusätzlich der Führungsdienst und der Löschzug der Feuerwache III sowie das HLF der Feuerwache II zum Einsatzort.

Zunächst wurden drei Rohre zur Brandbekämpfung über das Treppenhaus, die Hausrückseite und die Drehleiter vorgenommen. Später folgte ein weiteres Rohr über das Treppenhaus. Aufgrund der Meldung, dass zwei Personen vermisst wurden, suchten die Trupps zunächst die Wohnungen ab. Durch die enorme Rauch- und Hitzeentwicklung im Obergeschoß, konnte dieser Bereich zunächst jedoch nicht erreicht werden. Die direkt an das Brandobjekt angrenzenden Gebäude wurden durch weitere Kräfte evakuiert.

Erst nach ca. einer halben Stunde konnten die Trupps im Innenangriff auch in das Dachgeschoß vordringen. Durch den großen Personalbedarf wurde schließlich auf die dritte Alarmstufe erhöht. Daraufhin wurde die Freiwillige Feuerwehr aus Gehlsdorf zum Einsatzort beordert. Alle übrigen Freiwilligen Feuerwehren der Stadt wurden zur Besetzung der verwaisten Berufsfeuerwachen alarmiert und der stellvertretende Amtsleiter des Brandschutz- und Rettungsamtes übernahm als diensthabender Leitungsdienst der Feuerwehr Rostock am Einsatzort die Führung der Technischen Einsatzleitung (TEL). Auch Rostocks Sanator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung Georg Scholze machte sich wie auch zahlreiche Medienvertreter ein Bild von der Lage vor Ort.

Nach ca. zwei Stunden wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht. Die Aufräum- und Nachlöscharbeiten dauerten dann noch zwei weitere Stunden an. Insgesamt waren über 50 Einsatzkräfte am Einsatzort. Verletzt wurde niemand, die beiden vermissten Personen fanden sich später unversehrt auf. Das Haus wurde durch die Brand- und Löschwasserschäden zerstört und ist somit unbewohnbar.

Eingesetze Kräfte vor Ort:
Feuerwache I: ELW 1, HLF 16, DLK 23-12, ELW mit Führungsdienst, ELW 2 mit Technischer Einsatzleitung, PKW mit Leitungsdienst, ELW Orgl Rettungsdienst, WLF mit AB-Atemschutz
Feuerwache II: HLF 16
Feuerwache III: VF, HLF 16, DLK 23-12
FF Stadt-Mitte: TLF 16/25, RW 1
FF Gehlsdorf: TLF 16/25
Rettungsdienst: RTW DRK
Polizei: mehrere Streifenwagen, Kripo
Stadtverwaltung: Senator für Finanzen, Innere Ordnung und Verwaltung
Energieversorger: Entstörungsdienst
Foto: Feuerwehr
Eingesetze Kräfte Bereitschaft in Feuerwachen:
FF Warnemünde: TLF 16/25 (FW II)
FF Groß Klein: TLF 16/25 (FW II)
FF Stadt-Mitte: LF 16-TS, RW 1 (FW I)
FF Gehlsdorf: LF 16-TS (Gerätehaus)
FF Hinrichshagen: TLF 16/25 (Gerätehaus)
Presseberichte zum Thema:
Foto: Feuerwehr
Fotos rechts und links: Feuerwehr

Fotos unten: André Axmann, www.reutershagen.de. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung!

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