Ein starkes Unwetter hat am Abend des 23. Juli 2009 einige Straßen und Keller in der Rostocker Innenstadt unter Wasser gesetzt. Kurz nach 18 Uhr zogen schwere Gewitter mit Hagel und Starkregen vor allem über den südlichen und östlichen Teil der Hansestadt hinweg und hielten für etwa 30 Minuten an. Dabei fielen über 20 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, welcher nicht mehr durch die Abwassersystem abgeleitet werden konnte und sich daher in tiefer gelegenen Straßenzügen oder Kellern sammelte.
Gegen 18:30 Uhr liefen die ersten Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Rostock ein. In den darauf folgenden Stunden mussten im gesamten Stadtgebiet über 40 Einsatzstellen bearbeitet werden. Durch die Einsatzhäufungen im Bereich Kröpeliner-Tor-Vorstadt und Stadtmitte waren hier zeitweise vier der sechs Freiwilligen Feuerwehr sowie Kräfte aus allen drei Feuerwachen der Berufsfeuerwehr unterwegs.
Am längsten waren die Einsatzkräfte in der Lange Straße beschäftigt. Hier wurden bis in den folgenden Tag hinein zahlreiche Keller ausgepumpt.
Am Abend des darauffolgenden 24. Juli 2009 zog erneut ein Unwetter über die Hansestadt Rostock. Diesmal war der Nordwesten der Stadt betroffen, wo die Feuerwehr erneut zahlreiche Keller auspumpen musste.
Einen besonderen Einsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte in der Kopernikusstraße. Hier drohte ein Regenwassersammelbecken überzulaufen und eine Reihenhaussiedlung zu überschwemmen. Mit mehreren Tauchpumpen und Tragkraftspritzen wurden über 20.000 Liter Wasser abgepumpt um die umliegenden Häuser zu schützen. Der Einsatz dauert über fünf Stunden und zog sich erneut bis weit in den Folgetag.
