Zum Bruch einer Hauptwasserleitung kam es am 20. November im Rostocker Stadtteil Brinckmansdorf. In der Neubrandenburger Straße war am Abend eine 300 Millimeter starke Trinkwasserleitung geborsten, was zur Überflutung von angrenzenden Grundstücken und mehreren Ladengeschäften führte. Die Leitstelle der Feuerwehr Rostock alarmierte um 18:58 Uhr zunächst das Tanklöschfahrzeug der Feuerwache I sowie die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte, die mit einem weiteren Tanklöschfahrzeug und einem Löschgruppenfahrzeug ausrückte.
Bei Ankunft der ersten Kräfte standen neben mehreren Grundstücken auch ein großer Parkplatz, mehrere Ladengeschäfte sowie ein Supermarkt bis zu einem halben Meter unter Wasser. Aus der Rohrbruchstelle, die unmittelbar vor einem Bahnübergang lag, ergossen sich mehrere tausend Liter Wasser pro Minute. Zur Bewältigung des Einsatzes wurden sofort weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr mit Sandsäcken und Pumpen an die Einsatzstelle beordert. Im späteren Verlauf des Einsatzes wurde auch eine weitere Freiwillige Feuerwehr alarmiert, sodass insgesamt 42 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 12 Fahrzeugen vor Ort waren.
Während der städtische Wasserversorger versuchte die Hauptwasserleitung abzustellen und das Leck zu orten, brachte die Feuerwehr acht Pumpen in Stellung, um der Wassermenge Herr zu werden. In mehreren Stadtteilen der Hansestadt Rostock kam es in Folge der Havarie zur Unterbrechung der Trinkwasserzufuhr. Die Arbeiten der Feuerwehr dauerten bis tief in die Nacht, das letzte Fahrzeug verließ die Einsatzstelle erst nach 6,5 Stunden um 01:25 Uhr.
Schon zu Beginn des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte auf einen starken Gasgeruch an der Einsatzstelle aufmerksam. Der Einsatzleiter ließ daraufhin die ABC-Messgruppe der FF Stadt-Mitte, Vertreter des Gasversorgers und des Umweltamtes nachalarmieren, um genauere Messungen durchzuführen. Ein Messtrupp entdeckte schließlich einen Gasaustritt aus dem Erdreich unweit der Rohrbruchstelle auf einem Gartengrundstück. Messungen der Feuerwehr und der Stadtwerke konnten jedoch nicht klären, um was für ein Gas es sich handelte. Rohrleitungen des Gasversorgers waren aber offenbar nicht betroffen.
Da eine akute Gefährdung durch Messung der Explosionsgrenze ausgeschlossen werden konnten, wurde die Gasaustrittsstelle lediglich beobachtet und fortlaufend Messungen durchgeführt. Nach drei Stunden wurde der Gasaustritt merklich weniger und stoppte schließlich. Eine Nachkontrolle am Folgetag erbrachte ebenfalls keine erhöhten Messwerte, sodass das betroffene Gartengrundstück an den Besitzer übergeben werden konnte.