Aufgrund der ungünstigen Wetterlage kommt es dieser Tage besonders häufig zu Brüchen und Leckagen im Rohrleitungssystem der Hansestadt Rostock. Innerhalb von vier Tagen musste allein die Feuerwehr Rostock mehr als zehn Mal ausrücken, um in diesen Fällen Hilfe zu leisten.
Am Mittwoch, 23. Dezember kam es zum bisher folgenreichsten Rohrbruch. Im Friedhofsweg brach eine 600 mm starke Hauptwasserleitung. Tausende Liter Wasser sprudelten daraufhin aus dem Erdreich auf die Strasse und in die Keller der angrenzenden Häuser.
Gegen 15 Uhr wurden die Kräfte der Berufsfeuerwache I und die Freiwillige Feuerwehr Stadt-Mitte alarmiert. Nach der ersten Lageerkundung war jedoch klar, dass die bisher alarmierten Kräfte und Mittel nicht ausreichend waren, weshalb umgehend nachalarmiert wurde. Insgesamt waren fast 50 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen vor Ort, um die Lage in den Griff zu bekommen.
Um Tiefgaragen und Supermärkte zu schützen, wurden neben Sandsäcken auch mobile Hochwasserschutzsysteme aufgebaut. Nachdem das Wasser durch den örtlichen Wasserversorger abgedreht wurde, setzte die Feuerwehr zahlreiche Tauchpumpen ein, um die vollgelaufenen Keller, Geschäfte und Wohnungen leer zu pumpen.
Im weiteren Verlauf des Abends übernahm das THW Rostock die weiteren Hilfsmaßnahmen, sodass der Einsatz für die Feuerwehr nach fast dreieinhalb Stunden beendet werden konnte. In der Rostocker Innenstadt kam es durch den Einsatz zu erheblichen Behinderungen. Es entstand hoher Sachschaden, der nun von Gutachtern genau bemessen werden muss.