Die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte hat die Nacht des Jahreswechsels und die damit verbundenen Einsätze gut überstanden. Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens beim vorherigen Jahreswechsel und der generell gestiegenen Einsatzzahlen im Jahr 2009 wurde in diesem Jahr neben dem Tanklöschfahrzeug (TLF) auch das Löschfahrzeug (LF) besetzt. Mit einer Gesamtstärke von 2/12/14 stellten die Freiwilligen zusammen mit den Kollegen der Berufsfeuerwache I den Brandschutz im Stadtkern sicher.
Der erste Einsatz folgte bereits zwei Minuten nach dem offiziellen Beginn der Bereitschaftszeit um 19:27 Uhr. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges musste eine brennende Buhne am Rand der Warnow unter Einsatz des Schnellangriffes löschen. Die heiße Phase der Nacht begann jedoch erst ab halb zwölf. Um 23:28 Uhr musste ein brennender Briefkasten in der Rosa-Luxemburg-Straße ebenfalls mittels des Schnellangriffes gelöscht werden und keine halbe Stunde später wurden die Kameraden um 23:57 Uhr, also drei Minuten vor dem Jahreswechsel, in den Gerberbruch zu einer brennenden Papierröhre gerufen. Hier gestalteten sich die Löscharbeiten langwieriger: Mit einem Trupp unter Atemschutz und dem Schnellangriff brauchte es ca. eine halbe Stunde um dem Brand zu löschen.
Im neuen Jahr waren dann noch vier weitere Einsätze abzuarbeiten. Noch auf dem Rückweg vom Einsatz im Gerberbruch musste um 00:30 Uhr durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges zunächst eine brennende Parkbank im Friedhofsweg gelöscht werden. Um 00:47 Uhr wurden dann TLF und LF gemeinsam zum Brand eines Terrassendachs in die Adolf-Becker-Straße gerufen. Hier konnte eine Brandausbreitung auf das Haus verhindert werden. Nachdem dann zunächst eine ruhigere Phase folgte, mussten die Kameraden um 03:57 Uhr beim Brand eines Papierkorbes im Stadthafen und 06:56 Uhr bei einem vermeintlichen Wohnungsbrand in der Budapester Straße nochmals tätig werden.
Auch die Bereitschaften in der Freiwilligen Feuerwehren in Warnemünde, Groß Klein und Gehlsdorf mussten in dieser Nacht mehrmals zu Einsätzen ausrücken. Und natürlich waren auch die Beamten der Berufsfeuerwehr und die Mitarbeiter im Rostocker Rettungsdienstes pausenlos im Einsatz. Zum Glück gab es in diesem Jahr anders als in den Vorjahren jedoch kaum Angriffe auf die Rettungskräfte durch gewalttätige oder alkoholisierte Personen, sodass alle Einheiten den Jahreswechsel heiß und unverletzt überstanden haben. Die Zusammenarbeit mit der Polizei, die in gewissen Stadtteilen die Rettungseinsätze vorsichtshalber durch speziell dafür abgestellte Einheiten absicherte, lief zudem reibungslos.