Ammoniakaustritt aus Kühlhaus

In den frühen Morgenstunden des 04. Februar 2010 kam es zu einem Austritt von Ammoniak im Rostocker Fischereihafen. Mitarbeiter der dort ansässigen Betriebe alarmierten um kurz nach 4 Uhr die Feuerwehrleitstelle. Sie meldeten zunächst einen unbekannten, stechenden Geruch im Hafengelände.

Der A-Dienst Nord, der Gefahrgutzug der Feuerwache III, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwache II, der Rüstwagen der Feuerwache I sowie der Dekontaminationszug der FF Gehlsdorf und die ABC-Erkundungseinheit der FF Stadt-Mitte rückten umgehend zum Einsatzort aus.

Vor Ort war deutlich der markante Ammoniakgeruch feststellbar. Messwerte der Erkundungstrupps bestätigten schnell diese Wahrnehmung. Durch das messtaktische  Verfahren der Einkreisung wurde eine Kühllagerhalle eines Handelsunternehmens als Ursprung des Gasaustritts festgestellt. Der gesamte Hafenbereich um die Lagerhalle wurde daraufhin geräumt und durch die Polizei abgesperrt. Erkundungstrupps führten fortlaufen Messungen durch während man auf den Verantwortlichen der betroffenen Firma wartete.

Zur Messung in den Lagerräumen wurden zwei Trupps mit Messgeräten und Atemschutz sowie ein Sicherheitstrupp ausgerüstet. Nachdem der Verantwortliche vor Ort war, klärte sich die Lage schnell. Im Zuge von Arbeiten an der Kühlanlage kam es zu einer Überdruckentlastung und dadurch zu einem kontrollierten Entweichen von Ammoniak. Da in der Umgebung keine kritischen Werte und an der Anlage keine Mängel festgestellt werden konnten, wurde die Einsatzstelle an den Verantwortlichen des Handelsunternehmens übergeben.

Alle Kräfte konnten somit nach ca. zweieinhalb Stunden den Einsatzort verlassen. Insgesamt waren über 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 11 Fahrzeugen vor Ort. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand.

Eingesetze Kräfte:
Feuerwache I: RW 2
Feuerwache II: ELW A-Dienst, HLF 16
Feuerwache III: HLF 16, ABC-ErkKw, WLF mit AB-G, WLF mit AB-Sondereinsatz
FF Stadt-Mitte: ABC-ErkKw, MTF
FF Gehlsdorf: TLF 16/25, LKW Dekon-P
Rettungsdienst: RTW
Polizei: 2 Streifenwagen
Bundespolizei: 1 Streifenwagen

Sollte diese Seite nicht vollständig inklusive Navigationsbereich angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.