Nachdem in der Hansestadt Rostock in den vergangenen zwei Wochen nach dem Sturmtief „Keziban“ allmählich wieder Ruhe eingekehrt war, brachte das Tief „Queen“ nun erneut Starkschneefall und Sturmböen. Die Feuerwehr der Hansestadt war deshalb am 12. und 13. Februar erneut pausenlos unterwegs um überhängende Schneebretter und Eiszapfen zu entfernen oder Dächer von Schneelasten zu befreien.
Am Nachmittag des 13. Februar wurden die Freiwilligen Feuerwehren Rostock Stadt-Mitte und Rostock Gehlsdorf sowie die Feuerwache III zu einem langwierigen Einsatz alarmiert. Das Dach des Lidl Zentrallagers, immerhin über 30.000 m2 Gesamtfläche, konnte die Lasten des Schnees nicht mehr tragen. Trotzdem bereits in den vergangenen Tagen private Firmen versucht hatten für Entlastung zu sorgen, hatte sich die Lage nun soweit zugespitzt, dass akuter Handlungsbedarf bestand.
Über 40 Feuerwehrleute versuchten über drei Stunden lang besonders gefährdete Bereiche des Daches zu räumen. Mit Schneeschaufeln, Spaten und Schubkarren wurde dem Schnee und Eis zuleibe gerückt. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Arbeiten durch den Einsatzleiter zunächst abgebrochen. Eine akute Einsturzgefahr bestand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr und die restlichen Räumarbeiten zur Gefahrenabwehr wurden auf den Folgetag verschoben.
Am Sonntag, 14. Februar 2010 ging es ab halb neun Uhr morgens erneut für die zwei Freiwilligen Feuerwehren und die Feuerwache III auf das Dach des Lidl Zentrallagers. Hier wurden die Arbeiten des Vortags wieder aufgenommen und erneut einigen Tonnen an Schnee und Eis bewegt um die Gefahr einer Überlastung der Dachkonstruktion vorzubeugen. Der Einsatz dauerte bis in den Nachmittag. Die letzten Kräfte übergaben die Einsatzstelle gegen 15 Uhr an die Eigentümer.