Bei einem Gebäudebrand in Rostock, Stadtteil Kröpeliner-Tor-Vorstadt erlitt in den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2011 eine Bewohnerin schwere Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung. Kurz nach 4 Uhr hatten Passanten den Brand in dem fünfgeschossigen Wohnhaus in der Leonhardstraße entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.
Die Leitstelle der Feuerwehr Rostock alarmiert nach Alarm- und Ausrückeordnung den Löschzug der Feuerwache I, das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwache II sowie die Freiwillige Feuerwehr Rostock Stadt-Mitte. Bereits auf der Anfahrt wurde den Feuerwehrleuten gemeldet, dass sich noch eine Person in dem Gebäude befinden sollte und durch Brandausweitung sowie Rauch akut bedroht sei. Die ersteintreffenden Kräfte konnten die einzige Bewohnerin des Gebäudes mittels der Drehleiter aus dem 2. Obergeschoss retten. Sie wurde umgehend durch einen Notarzt betreut und in ein Rostocker Klinikum verbracht.
Nach der Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Zunächst mit zwei Trupps unter Atemschutz, später mit bis zu sieben Trupps gleichzeitig, mussten zahlreiche Brandherde im Erdgeschoss, Treppenhaus und Dachstuhl des Hauses bekämpft werden. Aufgrund der Gebäudegröße und extremen Brandausweitung in dem Objekt wurde die Alarmstufe mehrmals erhöht, um weitere Kräfte an den Einsatzort zu beordern. Schließlich wurden sieben Rohre, darunter auch ein Schaumrohr, in einem umfangreichen Löschangriff von der Vorder- und Rückseite des Gebäudes sowie über zwei Drehleitern vorgenommen.
Die Löscharbeiten zogen sich über vier Stunden hin. Die Brandstellen waren nur schwer zu erreichen und durch die hohe Brandlast herrschten extrem hohe Temperaturen im Gebäude. Später mussten Teile des Daches mit Motorsägen geöffnet werden um an versteckte Brandherde in den Zwischendecken zu gelangen. Insgesamt waren 56 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst aus zwei Feuerwachen und drei Freiwilligen Feuerwehren mit 18 Fahrzeugen im Einsatz.
Die Einsatzstelle wurde gegen 9 Uhr zunächst an die Polizei übergeben. Nach nur einer guten Stunde musste die Feuerwehr allerdings erneut anrücken, um wiederaufgeflammte Glutnester abzulöschen.